Liebe auf den ersten Klick

- Home Staging als Tool im Kampf um die Aufmerksamkeit im Netz -

Laut einer Umfrage 2010* entscheiden 85 % aller Frauen und fast 77 % der Männer „auf den ersten Blick“ und „aus dem Bauch heraus“, ob sie eine Immobilie in die engere Wahl ziehen. Wie vor nahezu jeder Kaufentscheidung heutzutage geht besagter „erste Blick“ meist ins Internet. Und während der Makler noch an seinem Exposé feilt, ist der Funke online längst bei einem anderen Objekt übergesprungen. Die digitale Immobilienvermarktung gewinnt damit plötzlich an Bedeutung – und mit ihr das Home Staging.

Das erste Aufeinandertreffen online ist alles andere als romantisch. Der Algorithmus der Immobilien-Suchmaschine braucht zunächst nüchterne Fakten wie Ort, Grösse und Preis. Doch dann liefert er eine Liste der Kandidaten, die mithilfe einer kleinen Beschreibung und eines Fotos das Herz des potenziellen Käufers erobern sollen. Jetzt ist der entscheidende Moment: Wer gewinnt den Kampf um die Aufmerksamkeit? Welches Objekt wird angeklickt?

Auf die inneren Werte kommt es an

In fast jedem Immobilienportal das gleiche Bild: Auf der Übersichtsseite unserer Suche wird als Eyecatcher fast ausschließlich ein Foto der Außenansicht gezeigt. Warum eigentlich? Gewohnt wird schließlich nicht aussen, sondern innen. Viel wichtiger für eine Bauchentscheidung wäre doch eine Innenraumaufnahme – und zwar eine professionelle Aufnahme mit Wow-Effekt, die sofortige Aufmerksamkeit generiert und ein instinktives „Ja“ auf die Frage „Will ich in diesem Raum leben?“ hervorruft. Digitale Vermarktung braucht also das Home Staging – das professionelle Herrichten einer Wohnung für den Verkauf. Home Staging sorgt dafür, dass das Potenzial eines Raumes auf den ersten Blick erfasst werden kann. Die Zielgruppe fühlt sich instinktiv angesprochen. Und klickt.

Die Kommunikation beginnt im Internet

„Staging is a communication tool!“, hört man Barb Schwarz aus den USA, Erfinderin des Home Staging, immer wieder betonen.

Wo früher der Makler persönlich überzeugen konnte, kommt er im digitalen Zeitalter erst spät zu Wort, wenn online bereits angebandelt, entliebt und neu verliebt wurde. Mit Home Staging wird aus den neuen Anfängen der Customer Journey ein wahres Event: In virtuellen Wohnungsrundgängen kann der Interessent „erleben“, wie ein Raum als Büro, als Kinderzimmer oder als Wohnzimmer funktioniert. Die Social-Media-Plattformen werden mit entsprechenden Mood-Filmen bedient. Das alles geht über reines Marketing hinaus; es schafft grösstmögliche Transparenz – ein wichtiges Gut bei der Informationsbeschaffung im Netz.

Makler rutscht in der Customer Journey nach hinten

Das erste „echte“ Date steht an. Nachdem der potenzielle Käufer sich umfassend im Netz informiert hat, wird jetzt der Makler kontaktiert, um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Hier ist es wichtig, dass die Angaben und Ansichten im Netz mit der Realität übereinstimmen und tatsächlich auch das Sofa, die Vorhänge und der Kerzenständer auf dem Tisch real vorhanden sind – sonst ist die Ernüchterung wie bei einem geschönten Dating-Foto gross. Der Makler kann in dieser Phase sicher sein, dass sich nur wirkliche Interessenten bei ihm melden. Eine klassische Win-win-Situation, da beide Seiten sich zeitraubende, überflüssige Besichtigungstermine sparen. Auch fällt der zweite Besichtigungstermin meist weg, da der Interessent jederzeit in Ruhe zu Hause noch einmal virtuell durch die Räume wandern kann, um sich final zu entscheiden. Durch das Home Staging sinkt jedoch nicht nur die Zahl der Besichtigungstermine, auch können Immobilien viel schneller verkauft werden. Eine Studie der DGHR* hat ergeben, dass knapp zwei Drittel der mit Home Staging vermarkteten Objekte innerhalb von vier Wochen verkauft sind – davon 14,4 % bereits nach der ersten Besichtigung. Zum Vergleich: Ohne Home Staging sind die Vermarkter bei der Mehrheit der Objekte mehr als 6 Monate oder sogar länger als 1 Jahr mit der Suche nach dem passenden Käufer beschäftigt.**

Quelle: DGHR Verbandsstatistik 2014-2018

 

Fazit: Mehrwert für Käufer, Verkäufer und Finanzierer

Egal, ob es sich um eine bewohnte oder leere Immobilie handelt: Professionelles Home Staging unterstützt einen Immobilienvertrieb, der heutzutage vermehrt im Internet stattfindet bzw. dort seinen Anfang nimmt. Eine zielgruppengerechte Einrichtung mit entsprechender digitaler Aufbereitung sorgt dafür, dass der Kunde überhaupt erst Lust bekommt, die Customer Journey zu beginnen. Home Staging schafft dabei Transparenz, Vertrauen, Authentizität … beste Voraussetzungen für die wahre (Immobilien-)Liebe.

 

Titelbild: copyright tRaumplaner
*Quelle: Hamburger Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) 2010, Umfrage der comdirect Bank
**Quelle: DGHR Verbandsstatistik 2014-2018

 

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