Der Wald vor lauter Möbeln

- Bewohnte Immobilien können mit Home Staging light effektiver vermarktet werden -

Leere Räume stellen oft hohe Anforderungen an die Vorstellungskraft der potenziellen Interessenten. Aber auch bei einem übermöblierten Raum ist manchmal echte Fantasie gefragt, um den eigenen Wohntraum zu sehen. Besonders, wenn die bestehende Einrichtung so gar nicht den eigenen Geschmack trifft. Zu sehr wird der Blick abgelenkt von Katzenbaum und Fotowand. Home Staging light – eine neue Variante des Stagings – sorgt dafür, dass in solchen Fällen mit überschaubarem Aufwand trotzdem eine schnelle, reibungslose Vermarktung gelingt.

Das Problem

Nur ca. 20 % aller Menschen sind in der Lage, sich in einem bewohnten Zimmer die persönliche Einrichtung wegzudenken und den leeren Raum vor dem geistigen Auge zu sehen, um so Grössen, Proportionen und Vorzüge einzuschätzen. Das heisst, acht von zehn Personen sehen den Raum vor lauter Möbeln nicht. Ziemlich viel, wenn man doch genau das verkaufen will! Wie Barb Schwarz, Home-Staging-Koryphäe aus den USA, es treffend formuliert:

„We are selling your house, not your things!“, Barb Schwarz

Kein Wunder also, dass Vermarkter zunehmend klagen, dass der Verkauf oder die Vermietung einer bewohnten Immobilie zu lange dauern oder das Objekt nicht den gewünschten Preis erzielt. Dabei ginge es auch anders.

 

Bewohnte Immobilie vor Home Staging Light

 

Ohne Fotos kein Geschäft

Der erste Blick auf eine Immobilie ist meist entscheidend. Je besser also die Fotos einer Immobilie sind, desto mehr Interessenten generiert das Angebot. Doch bei vollgestellten, dunklen oder unordentlichen Räumen kommt selbst der erfahrenste Profifotograf an seine Grenzen – auch wenn er eigenhändig Wäscheständer aus dem Bild schiebt und Familienfotos abhängt. Für die derzeitigen Bewohner ist die Situation ebenfalls oft nicht einfach. Sie möchten so wenig wie möglich in ihrem Tagesablauf gestört werden oder durchleben gerade eine Krise und sind gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen.

 

Mit Home Staging light zur optimalen Immobilienpräsentation

Wie gelingt es also, in möglichst kurzer Zeit hochwertiges und ästhetisch ansprechendes Bildmaterial zu generieren, das die Vorzüge der Wohnung oder des Hauses herausstellt? Die Lösung heisst Home Staging light. Wie der Name schon andeutet, wird bei dieser „leichten“ Variante des Home Stagens nicht jeder Raum komplett neu eingerichtet – das wäre viel zu aufwendig. Stattdessen wird ganz pragmatisch mit der Ausstattung und den Möbeln, die vorhanden sind, gearbeitet – sinnvoll ergänzt durch mitgebrachte Accessoires. Ziel ist es, den Raum für ein breites Publikum attraktiv und wohnlich zu präsentieren, das viele Menschen gleichzeitig anspricht. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es daher, den Raum zu ent-personalisieren, im wahrsten Sinne: Raum zu schaffen für die Imagination des potenziellen, zukünftigen Bewohners. Während man beim klassischen Stagen für eine definierte Zielgruppe inszeniert, sollen hier die Wohnungen ein sehr breites Publikum ansprechen. Nicht ganz einfach!

 

Weniger ist mehr

Konkret heisst das: Alle persönlichen, religiösen, überflüssigen Gegenstände werden entfernt. Dann schauen die Stage-Spezialisten, aus welcher (Kamera-)Perspektive der Raum am besten zur Geltung kommt und welche wichtigen Blickachsen es gibt. Danach werden die vorhandenen Möbel neu ausgerichtet. Helligkeit ist eines der meist genannten Kriterien von Interessenten auf der Suche nach einer passenden Immobilie. Deshalb werden alle Lichtquellen genutzt und ggf. noch ergänzt. Mit wenigen, gezielt ausgesuchten Accessoires wie Vasen, Kissen und Decken wird Wohnlichkeit in den Raum gebracht, ohne zu persönlich oder überladen zu wirken. Denn Home Staging ist nicht verdecken, sondern ganz im Gegenteil: sichtbar machen! Sobald ein Raum fertig ist, ist er bereit abgelichtet zu werden. Eine Wohnung kann so schon in wenigen Stunden vermarktungsfähig sein. Zum Schluss wird der Originalzustand der Räume wiederhergestellt, komplett bis zum letzten Kugelschreiber. Das heisst, falls das gewünscht ist. Denn gar nicht selten verzichten die Bewohner auch auf die Wiederherstellung – ist es doch ein erster Schritt Richtung Abschied.

Immobilie nach Home Staging Light

 

Home Staging light als Vermarktungsturbo

Das hat Erfolg, weiss Richard Auf der Maur, Gründer des Grundeigentümer Verbands Schweiz AG, der das Konzept durchgängig anwendet: „Die Kunden reagieren sofort mit vermehrten Klicks auf die Fotos.“ Die Vermarktung kommt schnell ins Rollen. Über 60 % der Objekte mit erfolgloser Vorvertriebsgeschichte (Link zur Statistik: Vermarktungsdauer ohne Home Staging) wurden bereits sechs Monate oder sogar länger als ein Jahr am Markt angeboten, bis ein Experte für Home Staging hinzugezogen wird. Da wäre es günstiger gewesen, gleich zu Beginn Home Staging einzusetzen (Link zur Statistik: Vermarktungsdauer mit Home Staging). Und mit Home Staging light haben die Vermarkter jetzt ein Tool, mit dem sie diesen positiven Effekt auch für bewohnte Immobilien nutzen können.

„Ich vergleiche es gerne mit einem Dating-Portal“, erläutert Auf der Maur: „Dort würde doch auch niemand auf die Idee kommen, ein Foto von sich hochzuladen, das einen morgens gleich nach dem Aufstehen, ungekämmt und im Pyjama, zeigt!“

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